Was kostet eine FPV-Drohnenaufnahme?

Drohnenpilot mit FPV-Brille und Fernsteuerung, daneben ein Beobachter, über ihnen eine Drohne in der Abenddämmerung über hügeliger Landschaft
Symbolbild (KI-generiert)

Die kurze Antwort: Ein halber Drehtag mit FPV kostet in Deutschland üblicherweise 800 bis 1.500 €, ein voller Drehtag 1.500 bis 2.500 €. Kommt die Drohne nur als Ergänzung zu einem Imagefilm dazu, sind es 500 bis 1.000 €. Bei mir gibt es dafür einen Festpreis — dazu unten mehr.

Und jetzt der Teil, den die meisten Preisseiten weglassen: warum die Spanne so breit ist. Denn zwischen 800 und 2.500 € liegt der Unterschied zwischen „wir fliegen einmal ums Gebäude” und „wir drehen einen Film”.

Warum niemand eine Preisliste hat

Eine FPV-Aufnahme ist kein Produkt, das man aus dem Regal nimmt. Zwei Anfragen, die auf dem Papier gleich aussehen — „ein kurzes Video von unserer Halle” — können sich im Aufwand um den Faktor drei unterscheiden: die eine Halle steht auf freiem Feld, die andere zwei Kilometer neben der Landebahn. Bei der einen darf ich fliegen, sobald ich da bin, bei der anderen brauche ich vorher eine Freigabe.

Deshalb bekommst du hier keine Tabelle, sondern die fünf Posten, aus denen sich jedes seriöse Angebot zusammensetzt. Wenn du sie kennst, kannst du zwei Angebote vergleichen, ohne Videoproduktion gelernt zu haben.

Fünf Dinge, die den Preis treiben

1. FPV heißt: zwei Leute vor Ort

Wer mit einer Videobrille fliegt, sieht die Drohne nicht — er sieht das Bild, das sie sendet. Deshalb schreibt die EU-Drohnenverordnung einen Beobachter vor: eine zweite Person, die neben dem Piloten steht, die Drohne durchgehend im Blick behält und ihn ohne Funk oder Umweg ansprechen kann, wenn etwas in den Luftraum kommt.

Das ist kein Komfort, das ist Vorschrift. Und es ist der Grund, warum ein FPV-Dreh strukturell teurer ist als ein Flug mit einer normalen Kameradrohne, den einer allein machen kann. Wer dir FPV zum Preis eines Mavic-Fluges anbietet, hat entweder jemanden dabei, der nicht bezahlt wird — oder niemanden.

2. Der Drehort entscheidet über die Genehmigung

Der zweite Posten steht nicht im Angebot, sondern im Kalender. Über Wohngrundstücken, Naturschutzgebieten, Nationalparks und Vogelschutzgebieten gilt nach § 21h LuftVO grundsätzlich ein Flugverbot; abweichen darf man nur mit Erlaubnis.

In und um München kommt der Flughafen dazu: Wer im geografischen Gebiet des Flughafens fliegen will, braucht eine Erlaubnis des Luftamts Südbayern, innerhalb der Kontrollzone zusätzlich eine Freigabe der Deutschen Flugsicherung. Auf den Anwesen der Bayerischen Schlösserverwaltung — Nymphenburg, Schleißheim, der Hofgarten — gilt außerdem deren eigene Drehgenehmigung, unabhängig vom Luftrecht.

Für dein Budget heißt das vor allem eines: Genehmigungen kosten Vorlauf. Ein Dreh, der übermorgen sein soll, ist nicht teurer — er ist an bestimmten Orten schlicht nicht möglich. Wer früh fragt, zahlt weniger, weil er nicht auf den nächstbesten Ort ausweichen muss.

3. Flugzeit ist nicht Drehzeit

Ein FPV-Akku hält je nach Drohne zwischen vier und etwa zwanzig Minuten. Aus einem Drehtag werden so nicht acht Stunden Material, sondern meist deutlich weniger als eine Stunde — verteilt auf Anfahrt, Aufbau, Sicherheitseinweisung, Probeflug, Wiederholungen, Akkuwechsel.

Ein Flug durch eine Halle, der am Ende zwölf Sekunden im Film steht, wird typischerweise fünf- bis achtmal geflogen. Nicht, weil etwas schiefgeht, sondern weil der eine Durchgang, bei dem Tempo, Licht und Linie zusammenpassen, selten der erste ist. Das ist der eigentliche Unterschied zwischen einer Drohnenaufnahme und einem Drohnenvideo.

4. Die Postproduktion ist meistens der größere Posten

Aus vierzig Minuten Rohmaterial werden sechzig Sekunden Film. Was dazwischen passiert — Sichten, Schnitt, Sounddesign, Color Grading — ist bei kurzen Formaten regelmäßig mehr Arbeit als der Dreh selbst.

Deshalb ist die wichtigste Frage an jedes Angebot: Ist der Schnitt drin? „Drohnenflug ab 400 €” heißt oft: du bekommst die Rohdateien. Was du damit anfängst, ist dein Problem. Ein fertiger Film ist etwas anderes als ein Ordner mit Clips, und der Unterschied ist genau der Posten, der in den günstigen Angeboten fehlt.

5. Wofür du das Material benutzt

Ein Video für den eigenen Instagram-Kanal, ein Video für eine bundesweite Kampagne und ein Video, das ein Bauträger drei Jahre lang im Verkaufsprospekt zeigt, sind derselbe Dreh und drei verschiedene Nutzungen. Seriöse Anbieter schreiben die Nutzungsrechte ins Angebot. Wenn dort nichts steht, frag nach — nicht, weil dich jemand über den Tisch ziehen will, sondern weil ungeklärte Rechte später ausgerechnet dann auffallen, wenn das Video erfolgreich ist.

Was das bei mir kostet

Bei Drohnenaufnahmen arbeite ich mit Festpreisen — du weißt vor dem Dreh, was am Ende auf der Rechnung steht. Ein Festpreis ist eine Entscheidung.

Wo dein Projekt in den Spannen oben landet, hängt an den fünf Posten — deshalb kommt die Zahl nach dem Gespräch und nicht davor. Was dagegen immer drinsteckt, unabhängig vom Umfang:

  • Die Postproduktion. Schnitt, Sounddesign und Color Grading sind Teil des Preises, nicht ein Posten daneben. Du bekommst einen fertigen Film, keinen Ordner mit Clips.
  • Eine Korrekturschleife.
  • Die luftrechtliche Seite. Registrierung, Kenntnisnachweis, Versicherung und die Abstimmung mit Luftamt oder Flugsicherung.
  • Ein Ansprechpartner. Ich plane, fliege und schneide selbst — keine Agenturkette dazwischen.

Auf eine Anfrage melde ich mich innerhalb von 24 Stunden mit einem Angebot. Darin steht eine Zahl, und die steht dann auch.

Woran du ein zu billiges Angebot erkennst

Gewerbliche Drohnenflüge in Deutschland setzen dreierlei voraus: eine Registrierung des Betreibers beim Luftfahrt-Bundesamt samt e-ID auf dem Gerät, einen EU-Kompetenznachweis — je nach Kategorie das größere Fernpilotenzeugnis A2 — und eine Haftpflichtversicherung mit der gesetzlichen Mindestdeckung von 750.000 SZR. Angebote deutlich unter 200 bis 300 € rechnen sich mit alldem nicht.

Vier Fragen, die das in zwei Minuten klären:

  1. Auf welche Betreibernummer ist die Drohne registriert?
  2. Welches Zeugnis hast du — Kompetenznachweis A1/A3 oder Fernpilotenzeugnis A2?
  3. Läuft die Haftpflicht gewerblich, und über welche Summe?
  4. Wer ist beim FPV-Flug der Beobachter?

Wer darauf ausweichend antwortet, fliegt vermutlich privat versichert auf deinem Betriebsgelände. Bei einem Schaden wird die Frage, wer versichert war, sehr schnell auch deine Frage.

Wann sich FPV nicht lohnt

Ehrliche Antwort: oft. Wenn du dein Gebäude von oben zeigen willst, ruhig, als Übersicht, fürs Exposé — dann brauchst du keine FPV-Drohne. Eine normale Kameradrohne hängt stabiler in der Luft, ist günstiger und an vielen Orten schneller genehmigt.

FPV lohnt sich, wenn die Bewegung selbst die Geschichte ist: einmal durch die ganze Produktionshalle ohne Schnitt, durch das Tor hinaus aufs Gelände, an der Fassade hoch und oben durchs offene Fenster. Ein einziger ununterbrochener Flug erzählt dort mehr als zehn Schnitte — und genau dafür ist das Gerät gebaut.

Wenn du unsicher bist, welche der beiden du brauchst: schreib mir kurz, was du zeigen willst. Ich sage dir auch, wenn die günstigere Variante die richtige ist.

Häufige Fragen

Was kostet eine FPV-Drohnenaufnahme in München?

Ein halber Drehtag liegt marktüblich zwischen 800 und 1.500 €, ein ganzer zwischen 1.500 und 2.500 €. Wo dein Projekt darin landet, entscheiden vor allem der Drehort und der Umfang der Postproduktion. Ich arbeite mit Festpreisen und melde mich innerhalb von 24 Stunden mit einem Angebot. München und das Umland sind mein Kerngebiet; für Drehs außerhalb klären wir die Anfahrt vorab.

Ist der Schnitt im Preis enthalten?

Bei mir ja — Schnitt, Sounddesign, Color Grading und eine Korrekturschleife stecken im Festpreis. Bei anderen Angeboten lohnt die Nachfrage: „ab 400 €” bedeutet häufig, dass du unbearbeitete Rohdateien bekommst.

Wie schnell kann gedreht werden?

Ein Dreh auf freiem Gelände geht kurzfristig. Sobald eine Genehmigung nötig ist — Flughafenumfeld, Schutzgebiete, Innenstadtlagen — plane ein bis zwei Wochen Vorlauf ein. Die fertigen Dateien liegen 14 Tage nach dem Dreh bei dir.

Was passiert bei schlechtem Wetter?

Wir verschieben. Regen und starker Wind sind für FPV keine Frage des Mutes, sondern eine der Bildqualität und der Sicherheit. Ein Ersatztermin kostet nichts extra.

Brauche ich eine eigene Genehmigung als Auftraggeber?

Nein. Registrierung, Kenntnisnachweis, Versicherung und die Abstimmung mit Luftamt oder Flugsicherung laufen über mich. Von dir brauche ich nur die Erlaubnis, auf deinem Grundstück zu starten — und bei fremden Gebäuden im Bild eine kurze Rücksprache.

Und jetzt?

Schreib mir in zwei Sätzen, was du zeigen willst und wo. Du bekommst innerhalb von 24 Stunden eine ehrliche Einschätzung: was geht, was es kostet und was ich anders machen würde. Kein Verkaufsgespräch.

→ Mehr zu FPV-Drohnenaufnahmen in München
→ Projekt anfragen

Alle Beträge sind Nettopreise. Stand: Oktober 2026.